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26.09.2008

HRSC Produktserie #405 - Mangala Fossae Orbit 4117

HRSC Press Release #405 - Mangala Fossae (orbit 4117)


Perspektive #2
Perspektive #2
Am 21. März 2007 nahm die hochauflösende Stereokamera (HRSC), unter der Leitung des Principal Investigator Prof. Dr. Gerhard Neukum von der Freien Universität Berlin, auf der ESA-Sonde Mars Express im Orbit 4117 einen Teil der Region um den Mangala Fossae Graben mit einer Auflösung von ca. 13 Metern pro Bildpunkt auf. Die Abbildungen zeigen hiervon einen Ausschnitt bei 17° südlicher Breite und 213° östlicher Länge.

On 21 March 2007 the High-Resolution Stereo Camera (HRSC), under the leadership of the Principal Investigator Prof. Dr. Gerhard Neukum of Freie Universitaet Berlin, onboard the ESA spacecraft Mars Express obtained image data in orbit 4117 with a ground resolution of approximately 13 meters per pixel. The data were acquired in the region of the Mangala Fossae trough at approximately 17° southern latitude and 213° eastern longitude.



Farbkodiertes Höhenmodell
Farbkodiertes Höhenmodell
Südwestlich der vulkanischen Provinz Tharsis mit dem höchsten Vulkan des Sonnensystems, dem Olympus Mons, liegen die ca. 1000 Kilometer langen, in nord-südlicher Richtung verlaufenden Ausflußtäler der Mangala Valles.

Mangala Valles, an approximately 1000 kilometers long system of outflow channels, is located south-west of the volcanic region Tharsis with the highest known volcano in our solar system, Olympus Mons.



Kontextkarte
Kontextkarte
Die Täler sind höchstwahrscheinlich durch katastrophale Flutereignisse entstanden, bei denen große Wassermassen aus dem Untergrund mobilisiert wurden und mit enormer erosiver Kraft ausströmten. Ursache dieser Flutereignisse könnten an der Mangala Fossae aufsteigende Gesteinsschmelzen gewesen sein, die große Mengen gefrorenen Grundwassers in kürzester Zeit aufschmolzen. Die Bilder zeigen einen Ausschnitt des südlichen Teils der Mangala Fossa Region, einem Bruchsystem und möglichen Quellgebiet der Mangala Valles.

The large outflow channels on Mars were most likely formed by catastrophic flooding events during which large amounts of water were mobilized in the underground. Uprising magma in the Mangala Fossa region probably melted the frozen groundwater and caused enormous amounts of water to discharge. The images show a section at the southern end of the Mangala Fossa region, a trough system and probably the head water region of Mangala Valles.



Lagekarte der beschriebenen<br>geologischen Strukturen
Lagekarte der beschriebenen
geologischen Strukturen
Der westliche Teil der Region ist auffallend eben und zeigt nur kleinste Krater, die größeren Einschlagskrater hingegen fehlen. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass das Gebiet relativ rezent von wahrscheinlich basaltischen Laven überflutet wurde (1). Ursprung dieser Flutbasalte ist vermutlich die im Osten gelegene Vulkanregion Tharsis. Stellenweise kann die Grenze der bis zu 100 Meter dicken Lavadecke als scharfe Linie sehr deutlich erkannt werden (2).

Nadiraufnahme #1
Nadiraufnahme #1

The western part of the region is remarkably smooth and exhibits just a few, very small impact craters, larger impact crater are absent. This might be an indication for relatively recent resurfacing by probably basaltic lava (1). The lava flows most likely originated in the Tharsis Region located in the east of Mangala Fossae. Very sharp edges of the up to 100 meters thick lava blanket are visible in some places (2).



RGB Farbbild #1
RGB Farbbild #1
Zwei etwa 30 Kilometer große Einschlagskrater, deren östliche Flanken vermutlich im Zuge der Flutereignisse erodiert wurden, sind ebenfalls zu einem Teil von Lava geflutet worden (3) und sind somit älter als die Flutbasalte.

The flanks of two, about 30 kilometers large impact craters were eroded during the flooding events. Later they were partly filled with lava (3) which indicates that the craters are older than the channel system and the lava blanket.



Perspektive #1
Perspektive #1
Am linken oberen Bildrand befinden sich mehrere perlschnurartig und parallel zur Hangneigung aufgereihte Einsturztrichter (4). Solche Strukturen entstehen, wenn unterhalb der Oberfläche Material abgeführt wird und sich Hohlräume bilden. Stürzen diese Hohlräume punktuell ein, so bilden sich an der Oberfläche derartige Strukturen.

The upper left part of the image exhibits numerous stringed, funnel shaped depressions lined up parallel to the slope inclination (4). These features most likely formed when the surface material collapsed into vugs which formed in the underground after material was removed.



Rot-Cyan Anaglyphe #1
Rot-Cyan Anaglyphe #1
Die Farbansichten wurden aus dem senkrecht blickenden Nadirkanal und den Farbkanälen erstellt, die Schrägansicht wurde aus den Stereokanälen der HRSC berechnet. Die Anaglyphen werden aus dem Nadirkanal und einem Stereokanal abgeleitet. Die schwarzweißen Detailaufnahmen wurden dem Nadirkanal entnommen, der von allen Kanälen die höchste Auflösung zur Verfügung stellt.

The colour scenes have been derived from the three HRSC-colour channels and the nadir channel. The perspective views have been calculated from the digital terrain model derived from the stereo channels. The anaglyph image was calculated from the nadir and one stereo channel. The black and white high resolution images were derived from the nadir channel which provides the highest detail of all channels.



Das Kameraexperiment HRSC auf der Mission Mars Express der Europäischen Weltraumorganisation ESA wird vom Principal Investigator Prof. Dr. Gerhard Neukum (Freie Universität Berlin), der auch die technische Konzeption der hochauflösenden Stereokamera entworfen hatte, geleitet. Das Wissenschaftsteam besteht aus 40 Co-Investigatoren aus 33 Institutionen und zehn Nationen. Die Kamera wurde am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter der Leitung des Principal Investigators (PI) G. Neukum entwickelt und in Kooperation mit industriellen Partnern gebaut (EADS Astrium, Lewicki Microelectronic GmbH und Jena -Optronik GmbH). Sie wird vom DLR -Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof betrieben. Die systematische Prozessierung der Daten erfolgt am DLR. Die Darstellungen wurden vom Institut für Geologische Wissenschaften der FU Berlin in Zusammenarbeit mit dem DLR-Institut für Planetenforschung erstellt.

The High Resolution Stereo Camera (HRSC) experiment on the ESA Mars Express Mission is led by the Principal Investigator (PI) Prof. Dr. Gerhard Neukum who also designed the camera technically. The science team of the experiment consists of 40 Co-Investigators from 33 institutions and 10 nations. The camera was developed at the German Aerospace Center (DLR) under the leadership of the PI G. Neukum and built in cooperation with industrial partners (EADS Astrium, Lewicki Microelectronic GmbH and Jena-Optronik GmbH). The experiment on Mars Express is operated by the DLR Institute of Planetary Research, through ESA/ESOC. The systematic processing of the HRSC image data is carried out at DLR. The scenes shown here were created by the PI-group at the Institute for Geological Sciences of the Freie Universitaet Berlin in cooperation with the German Aerospace Center (DLR), Institute of Planetary Research, Berlin.




Download
hochaufgelöste Bilddaten / high resolution image data

Kontextkarte:   TIF
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Farbkodiertes Höhenmodell:   TIF
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(3 MBs)
Lagekarte der beschriebenen
geologischen Strukturen
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TIF
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Nadiraufnahme #1:   TIF
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RGB Farbbild #1:   TIF
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Rot-Cyan Anaglyphe #1:   TIF
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Perspektive #1:   TIF
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(3 MBs)
Perspektive #2:   TIF
(30 MBs)
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(3 MBs)

© Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

 

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Stand: 18.07.2012

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